Wie starte ich einen guten Podcast? – Podcasts für NGOs, Teil 2

Wie produziere ich einen Podcast für meine NGO? Welches Equipment brauche ich? Welche Formate eignen sich für NGOs besonders gut? Wie kann ich Podcast-Content ganz einfach mehrfach verwerten? 

In Teil 1 dieser Reihe habe ich Gründe genannt, warum ein Podcast auch für NGOs Sinn macht. Bevor es hier darum gehen soll, wie man den eigenen Podcast dann in den Äther bläst, noch einen Blick darauf, welche Podcast-Formate überhaupt lohnend wären und was andere NGOs bereits so machen.


Welche Formate eignen sich gut für NGOs?

Die „10 guten Gründe einen Podcast zu starten“ im Sinn, lässt es sich gut über Formate für den Podcast nachdenken. Doch Obacht: Wiewohl Podcast-Formate durchaus auf mehrere Ziele einzahlen, solltest Du Dir im Vorfeld genau überlegen, welches Hauptziel Du mit neuem Audio-Content verfolgst

Noch eine gute Nachricht: Podcasts eignen sich besonders gut für Nischenthemen. Das heißt: Inhalte, die Du im Medienmix als Text- oder Video-Content, online oder Print, einfach nicht unterbringst, könnten in einem Podcast endlich ihren Raum bekommen.

Drei Grund-Formate eignen sich für NGOs besonders gut:


Format 1: “Hinter den Kulissen”

In diesem Format zeigst Du, wie die Arbeit Deiner NGO wirkt und bei den Menschen ankommt. Hier können Helfer*innen zum Beispiel Einblicke in ihren Arbeitsalltag geben. Mit allen Problemen und Unzulänglichkeiten. Im Vordergrund steht größtmögliche Transparenz, ohne zusätzliche Interpretation. Die Organisation spricht hier nicht (schon wieder) über sich selbst und doch – gar umso unmittelbarer, wirkungsvoller – wird die Arbeit dargestellt.

  • Ziele: Transparenz, Sympathie, Bindung, Markenkern.
  • Zielgruppe: Unterstützer*innen – bestehende und v.a. potentielle (Spender*innen, Freiwillige)
  • Mögliches Format: Reportage oder Feature. Also eine Aufnahme von vor Ort, “aus dem Feld”, damit Hörer*innen ein Gefühl für die Ort des Geschehens bekommen. Dieses Format kann auch ein Audio-Tagebuch einer Helfer*in sein. Ohne Konflikt und Kampf mit sich selbst, ohne die Schwierigkeiten, Frustration, zu zeigen, macht diese Perspektive allerdings keinen Sinn.
  • Dauer: 10-20 Minuten
  • Regelmäßigkeit: Einmal pro Woche bzw. alle zwei Wochen
  • Entscheidende Zutat: Mut! Message-Controller aus der Presseabteilung werden sich da manchmal kräftig auf die Zunge beißen müssen. Aber ich bin überzeugt: NGOs können da nur gewinnen.

Format 2: “Streitgespräch bzw. Diskussionsrunde”

Ein Host aus der Organisation diskutiert in diesem Format mit Expert*innen, Betroffenen, Politiker*innen etc. über Themen mit hoher Relevanz für die anvisierte Hörer*innenschaft und mit hohem Konfliktpotential (zum Beispiel Klimakrise, Zuwanderung, Asyl, Abtreibung).

  • Ziele: Expert*innen-Status, Agenda-Setting, Anwaltschaftliche Arbeit, der Organisation “ein Gesicht geben”
  • Zielgruppe: Interessierte Öffentlichkeit; Politiker*innen, Meinungsmacher- und Multiplikator*innen
  • Mögliches Format: Studiosetting
  • Dauer: 30-60 Minuten
  • Regelmäßigkeit: Einmal pro Monat
  • Entscheidende Zutat: Ein/e charismatische/r und bestenfalls öffentlich bekannte/r Gastgeber*in bzw. Moderator*in aus der Organisation. Externe Hosts können nicht für die NGO stehen, auch wenn sie, aufgrund ihrer Fähigkeiten, ggf. die besseren Hosts wären. Der/die Gastgeber*in muss die Werte der Organisation authentisch vertreten, um dieser ein Gesicht und Stimme zu geben. Der optimale Typus: unbequem, streitbar. (Merke: ein bissl Geltungsbewusstsein schadet da nicht.) Denn auch hier gilt: Ohne Konflikt und Kontroverse bleibt der Talk fad und die Podcast-Hörer*innen kübeln Deinen Podcast. 

Ohne Konflikt und Kontroverse bleibt der Talk fad.


Format 3: „FAQs“

Dieses Format bietet Hörer*innen den größtmöglichen Nutzwert. Hier erhalten sie konkrete und hilfreiche Informationen und nützliche Tipps. Du kennst die häufigsten Fragen Deiner Community (über Social Media) und wahrscheinlich finden sich diese FAQs sogar auf Deiner Webseite – die Antworten auf diese Fragen können der passende Content für dieses Format sein. Die Inhalte können aber auch spezifischer sein, zum Beispiel: Tipps für pflegende Angehörige, Infos zur Mülltrennung oder zu Gesetzesänderungen. Umso spezifischer das Thema, desto eher sollten Expert*innen darüber reden.

  • Ziel: Beratung und Hilfe, Informationstransfer, Expert*innen-Status.
  • Zielgruppe: Ratsuchende, interessierte Öffentlichkeit
  • Dauer: 2-5 Minuten
  • Regelmäßigkeit: Einmal pro Woche
  • Entscheidende Zutat: Expert*innen-Wissen. (An schlauen Fachleuten mangelt es NGOs nie und es lohnt sich, diesen Kolleg*innen auch mal eine Bühne zu bieten.)

Tipps zur Format-Entwicklung

  • Dauer: Podcast-Abonnent*innen hören lieber kurze Folgen. Und trotzdem: Joe Rogan, einer der weltweit erfolgreichsten Podcaster plaudert oft über drei Stunden mit seinen Gästen und Millionen Menschen hören dabei zu.
  • Ideen fladern: Austin Kleons Motto “Steal like an Artist” kann man sich auch hier zu Herzen nehmen. Die Podcast-Charts geben Anregungen. Und man glaubt es kaum: Es gibt da schon seit ein paar Jahren ein Medium, für das Inhalte fürs Ohr aufbereitet werden. Richtig: das Radio. Wer Inspiration sucht, muss nur das Radio einschalten. Klau’ einfach die Ideen der Radiomacher*innen. Die wissen besser als alle hippen Podcaster*innen, was funktioniert.

Fatima Mohammed, UNHCR Country Representative in Liberia, im Gespräch mit Melissa Fleming für den Podcast “Awake at night.“ Foto: UNHCR/Susan Hopper

Welche Podcasts produzieren NGOs bereits?

Unter den größten NGOs in Österreich produzieren derzeit nur die Caritas und seit kurzem Vier Pfoten regelmäßig Podcasts. Im Podcast „Mitten am Rand“ bietet Caritas Wien-Generalsekretär Klaus Schwertner einen Blick hinter die Kulissen der Arbeit der Hilfsorganisation. Schon länger gibt es das Podcast-Format  „Faltenrock FM“, das von Caritas Pflegehaus-Bewohnern mit Hilfe von Freiwilligen selbst gestaltet und wöchentlich veröffentlicht wird. Senior*innen beantworten in den Folgen sogenannte „Gretchenfragen“, über Liebe, Alter bis hin zu Verhütung oder Mondlandung und erzählen Geschichten aus ihrer Jugend. 
Im Vier Pfoten Podcast geht’s um Tierschutz. In diesem Talk-Format wollen die Kolleg*innen Expert*innen und Unterstützer*innen der Organisation zu Wort kommen lassen, um mit ihnen über das Thema Tierschutz zu sprechen. Genauso wollen sie sich „auch mit Menschen unterhalten, die sich abseits von Vier Pfoten für den Tierschutz engagieren.“

International sind NGOs beim Thema Podcasting schon deutlich aktiver. Hier ein paar Beispiele:

  • UNHCR: Awake at night
    Host Melissa Fleming stellt die Frage: “Was braucht es, um ein humanitärer Helfer an einem der schwierigsten und gefährlichsten Orte der Welt zu sein?” Die Leiterin der globalen Kommunikation des UNHCR spricht mit Helfer*innen, um einzigartige Einblicke in deren Arbeit und deren Motivation zu bekommen. Was treibt die Helfer*innen an, vor welchen Herausforderungen stehen sie und welche Ängste halten sie nachts wach? Mittlerweile gibt es schon zwei Staffeln.
  • Everyday Emergency – MSF Podcast
    Nomen est Omen. Auch die Ärzte ohne Grenzen setzen auf ein Behind-the-Scenes-Format. Humanitäre Helfer*innen berichten in 20- bis 30-minütigen Gesprächen mit einem MSF-Kollegen aus Krisenregionen. Simples Format, einfache Umsetzung.
  • Der PETA Podcast 
    Wenig überraschend geht es in diesem Podcast um Tierrechte, Veganismus, Aktivismus und um alles, was rund um veganes Leben so stattfindet. Host Gesine Kühne (“Sinnfluencerin” und Musikjournalistin) spricht mit Expert*innen und begibt sich auf Spurensuche zu tierrechts-relevanten Themen.
  • Klimawende & Geht doch! Gute Ideen für eine bessere Welt
    In „Klimawende“, der sechsteiligen Podcast-Serie von Greenpeace, erzählen Menschen in Deutschland, wie der Klimawandel ihr Leben bereits jetzt beeinflusst; andere berichten von ihrem Engagement zum Schutz des Klimas – sei es im Hambacher Wald oder auf der Insel Pellworm. Außerdem erklären Expert*innen und Wissenschaftler*innen, was nötig ist, um die schlimmsten Auswirkungen der Erderhitzung zu verhindern.
    Der Podcast „Geht doch! – Gute Ideen für eine bessere Welt“ stellt Ideen, Initiativen und Projekte vor, die die Welt ein Stückchen besser machen. In jeder Episode spricht Greenpeace Digital Campaigner Benjamin Borgerding dabei mit einer freier Mitarbeiterin.

Wie produziere ich meinen NGO-Podcast?

Du hast ein Ziel formuliert, eine Zielgruppe ausgemacht und eine Idee für ein Format. Jetzt kannst Du loslegen. Aber wie? Hierzu gibt unzählige richtig gute Tutorials, deswegen in aller Kürze ein paar zentrale Punkte und Learnings aus meiner eigenen Erfahrung. Also: Was brauchst Du?

1. Know-how

Schreiben fürs Hören

Je nach Format macht ein (kürzeres/längeres) Skript Sinn. Das Gesagte soll klingen wie freie Rede.  Bedenke dabei, dass Gestik, Mimik und Körpersprache wegfallen. Optische Hilfen müssen durch akustische ersetzt werden. Der Text wird durch Betonung und akustische Mittel akzentuiert. Anstatt im eigenen Tempo zu lesen, müssen Hörer*innen in der Sprechgeschwindigkeit des Sprechers hören.
Formuliere also aktiv, konkret und umgangssprachlich. Verben gehören im Satz nach vorne. Zentrale Begriffe müssen wiederholt werden, das hilft bei der Verständlichkeit. Und: Halte Dich mit Synonymen zurück. Zur Orientierung: 15 Zeilen à 60 Zeichen = 1 Minute. (Gelernt bei Sebastian Krause am FJUM)

Interview- bzw. Gesprächsführung

Wer auf diesem Gebiet keine Erfahrung hat, sollte sich schlau in Literatur und Web schlau machen oder sich etwas von anderen Podcaster*innen abschauen.

Sprechen

Klare Aussprache und Tempo wollen geübt sein. (Notorische Nuschler wie ich einer bin, sollten hier mehr Zeit investieren.) Hol dir professionelle Hilfe. Schau Dir zum Beispiel diesen Kurs an.

Schneiden

Für jede Schnittsoftware gibt es super Tutorials im Netz. Basis-Wissen reicht. Und wer schon Videos schneidet, sollte gleich in der gewohnten Software weiterwerken.


2. Equipment

Die zwei wichtigsten Kriterien bei der Auswahl des Equipments: 1.) Bestmögliche Audioqualität und 2.) unkomplizierte und zeitsparende Handhabung sowohl bei der Aufnahme, als auch in Folge bei der Produktion der Episode.

Grundsätzlich nutzt man entweder Stand-Alone-Mics, die direkt aufnehmen oder Mikrofone, die mit einem Laptop verbunden sind. Je nach Format braucht es mehr oder weniger Mikrofone. Ein Gesprächsformat mit einem Gast lässt sich eventuell auch mit nur einem Mikrofon bewerkstelligen. Bei 3-4 Sprecher*innen wird es dann komplizierter. Generell kann man Mikros auch teilen, aber das bremst den Gesprächsfluss und erfordert mehr Zeit beim Anpassen der Pegel in der Postproduktion, wenn ein Gast ins Mikrofon brüllt, während der/die andere flüstert. 

Aus eigener Erfahrung und den Berichten anderer Podcaster*innen bieten sich z.B. diese drei Optionen

  • Zoom H4 + 2 gute Mikros inkl. Tischstativ
  • iMac mit zwei von diesen Mikros
  • Laptop mit externem Audiointerface (z.B. von Behringer) und 2 guten Mikros
Einfaches Setup: Rode USB Mikrofon mit iMac. Foto: Fieldrecording.de

Software für Recording und Schnitt

Wie schaut mein Workflow aus?

Ich nehme auf einem PC mit externem Audiointerface über Audacity auf und schneide mit Adobe Premiere Pro. (Bei den Gebrüdern Planlos waren aber auch zumeist 3-4 Mikros im Einsatz, andernfalls hätte ich wohl zum Zoom gegriffen.)


3. Zeit

Am wichtigsten: Wer nicht regelmäßig eine Podcast-Folge veröffentlichen kann, braucht nicht weiter über Podcasting nachzudenken (oder holt sich externe Unterstützung). Denn: Nur wenn der Podcast regelmäßig erscheint – bestenfalls wöchentlich – wirst Du Abonnent*innen gewinnen.

Tipp: Für einen Push zum Start gleich drei Folgen gleichzeitig veröffentlichen.

Wie viel Zeit die Erstellung einer Podcast-Episode in Anspruch nimmt – also Vorbereitung, Aufnahme und Produktion – ist stark abhängig vom Format. Übung und Routine machen schneller. Schnitt und Fertigstellung eines 30-60 minütigen Talk-Formats kann dann in unter einer Stunde erledigt sein. Die Produktion von Teasern (bestenfalls als Videoclip) für die Bewerbung über Social Media nimmt zusätzlich ein paar Minuten in Anspruch (das Tool Headliner hilft da immens), genauso wie das Ausspielen als Video für Youtube. 


4. Intro & Pilot-Folge

Ein gutes Intro ist Pflicht. Jeder Podcast hat eines. Es steigert Wiedererkennung und schafft Identität durch einen Jingle. Im Intro erfahren die Hörer*innen, was sie in der folgenden Sendung erwartet. Ein guter Teaser lässt die Hörer*innen dranbleiben. Musik für ein Intro findest Du z.B. auf Plattformen wie Freemusicarchive, die Youtube Audio Library oder Incompetech.

Zum Start veröffentlichen Podcaster*innen meist eine Pilotfolge (auch Nullerfolge genannt). In dieser Episode erzählen sie, worum es in Zukunft in ihrem Podcast gehen soll, welche Themen ihnen persönlich wichtig sind – und wer die Personen hinter dem Podcast sind. Die Produktion einer kurzen Pilotfolge (die noch nicht dem Format folgt) macht auch deshalb Sinn, weil diese bei Apple eingereicht werden kann und die Wartezeit auf Genehmigung mit der Produktion der ersten richtigen Folge genutzt werden kann.


Wie findet mein Podcast in die Ohren der Hörer*innen?

Der Schlüssel zu jedem Podcast ist der RSS-Feed – quasi die URL für Deinen Podcast. Damit Interessent*innen den Podcast abonnieren können, muss dieser auf den gängigen Plattformen zu finden sein. Dafür musst Du diese mit einem Link zu deinem Podcast füttern. Diesen Link bekommst du über Hosting-Plattformen. Denn iTunes, die Apple-Podcast-App, Overcast und alle anderen Player hosten den Podcast nicht selbst. Stattdessen spielen sie per RSS-Feed nur die Datei ab und bilden sie in den Stores ab. (Achtung: Die meisten Apps brauchen nach Einreichung einige Tage Zeit für die Genehmigung Deines Podcasts.)

So schaut der Ablauf aus:

Audio-Datei >> Podcast-Host >> RSS-Feed >> Podcast-App >> Gerät


Wo kannst Du Deinen Podcast hosten?

z.B. Simplecast (kostengünstig, sehr benutzerfreundlich); Alternativ: Buzzsprout, Captivate oder Transistor.

Bei welchen Apps sollst Du deinen RSS-Feed hinterlegen und so den Podcast eintragen?

Unbedingt auf iTunes und Spotify. (Marktanteil: 63 % und 10%). Wer will kann noch bei Overcast (3%) und Stitcher (2%) seinen RSS-Feed eintragen. Andere Apps sind dann wirklich nicht mehr relevant. (Hier Infos zu den Marktanteilen.)


Extra: Mehrfachverwertung!

Mehrfachverwertung heißt: Audio wird Video. Audio wird Text. Das heißt: Wenn es es das Format zulässt (z.B. bei Gesprächsrunden), immer auch gleich ein Video mitmachen bzw. daraus einen Text anfertigen und diesen Content auf allen Kanälen einzusetzen.

Dringend empfehlen würde ich Dir, die Podcast-Aufzeichnung – bestenfalls eben als Video – auf Youtube hochzuladen. Das ist besonders wichtig, weil Youtube die zweitgrößte Suchmaschine ist und Du dort Themen gut besetzen kannst. (Siehe „Warum NGOs auf Youtube scheitern“)

Darüber hinaus lassen sich Video bzw. Audio-Snippets aus dem Podcast bestens auf Deinen Social-Media-Kanälen einsetzen. Clips lassen sich auch in Newsletter einbinden. Content aus Podcasts lässt sich zudem oftmals bestens für Print- und Online-Texte verwerten. Und Transkriptionssoftware wirds das in naher Zukunft ganz automatisch erledigen können. (Zum Thema Mehrfachverwertung von Content lohnt immer ein geschwinder Blick in Gary Vaynerchucks Content Model. Der Mann hat Ahnung – und deshalb natürlich mehrere Podcast-Formate.)

Zum Video-Setting bei einer Podacst-Aufnahme: Da reicht mitunter eine Kamera und eine Einstellung. Wer kann, nutzt zusätzlich eine Kamera pro Akteur*in (für Schnitte auf die Sprecher*innen). Optimal wäre ein kleines “Studio” im Büro zwecks Wiedererkennungswert und vor allem für gutes Licht und Akustik.


12 Tipps für einen erfolgreichen (NGO-)Podcast: 

  1. Mach zuerst einen Plan. Also so wirklich.
  2. Definiere ein klares Ziel und fokussiere auf eine Zielgruppe. “Die Öffentlichkeit” zählt nicht.
  3. Entwickle ein passendes Format. Denke an Punkt 2.
  4. Investiere in Wissen und Training. (Oder lagere die Produktion aus).
  5. Finde einen großartigen Host. Oder du setzt Dich selbst vor das Mikro.
  6. Biete Nutzwert. Wo kann Deine NGO größtmöglichen Nutzwert bieten? 
  7. Veröffentliche regelmäßig. Mindestens alle zwei, besser jedoch jede Woche.
  8. Sorge für beste Qualität: Niemand hört sich schlecht produzierten Content an. Gutes Equipment und Know-how helfen. 
  9. Zeig’ Mut. Vor allem beim Blick hinter die Kulissen und bei Streitgesprächen wird es den brauchen.
  10. Verwerte Content mehrfach. Mehrfachverwertung ist Pflicht. Und auch ein gutes Argument putty , wenn über Kosten diskutiert wird. 
  11. Überprüfe dein Konzept: Plattformen bieten gute Analyse-Tools. Ganz handfeste Parameter: Abonnent*innen, Hörer*innen, Interaktion über Social Media zu Podcast-Episoden bzw. durch diese angestoßen, Traffic über weiterführende Links zur Website; Diskussion in der Community; Anfragen von Journalist*innen aufgrund eines Podcasts etc.
  12. Sei geduldig: Wie auch bei Social-Media-Kanälen braucht es Zeit, um ein Publikum aufzubauen. Produziere einfach weiter guten Content.

Fazit zur Podcast-Produktion

Die genannten Formate, bestehenden Podcasts und Tools sollen nur Anregung und Starthilfe sein. Keines der Formate ist ohne Schwäche (und schon gar nicht Technik und Equipment). Dass NGO-Themen auch ein breites Publikum interessieren, zeigt u.a. Andreas Sators Podcast “Erklär mir die Welt” – mit mehr als einer Million Downloads in nicht mal zwei Jahren. Und ich weiß, dass in den NGOs des Landes absolute Auskenner*innen sitzen, die mir ihre Herzensthemen noch viel besser erklären könnten.

Über die Gehörgänge finden die Botschaften Deiner Organisation direkt in die Gehirnwindungen und Herzkammern der Menschen. Also einfach mal loslegen mit einem spannenden Podcast-Format. Ausprobieren, was funktioniert und adaptieren (oder wieder damit aufhören.) Ganz nach dem Motto: Hör‘ ma mal, dann seh‘ ma schon.

Willst Du noch mehr zum Thema Podcast wissen? Schreib uns doch, was Dich interessieren würde. Und abonniere den Newsletter und tritt unserer Facebook-Gruppe „NGO Content Österreich“ bei.

Stefan Schauhuber

Macht nichts lieber, als die Geschichten von Menschen weiterzuerzählen. Stefan wirkt und werkt als Journalist und seit mehr als 10 Jahren für NGOs. Er schätzt das geschriebene Wort, das bewegte Bild und das kreative Hirn.

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